Gedankenhygiene

Gedankenhygiene ist ein weites Feld und ich möchte hier auch nur ein paar Aspekte herausheben, dir mir wichtig erscheinen. Hier also nur das, was mir jetzt gerade dazu einfällt – will ja kein Buch drüber schreiben…


Energie und Typen

Jede Veränderung beginnt mit dem Schritt in Richtung Bewusstsein. Ich nehme etwas wahr. Irgendwann erkennen wir, dass alles was wir denken, fühlen und wahrnehmen Energie ist. Gedanken können enorme Macht ausüben. In beide Richtungen – also positiv und negativ.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir grundsätzlich nicht wirklich gelernt haben unsere Gedanken zu lenken, schleicht sich der Gedanke ein, dass wir eine ganze Menge Gedankenmüll mit uns herumschleppen. Eine schöne Idee für ein neues Schulfach!

Dann gibt es Optimisten und Pessimisten unter uns, und genauso können auch die Gedankengebäude dieser Menschen aussehen. Positiv oder negativ. Das ist jetzt alles etwas zu schwarz und weiss, dient aber der Verdeutlichung der Ausgangsbasis.

Neben denen die immer schwarz sehen gibt es noch die Personen, die intrinsisch motiviert sind – also aus ihrem Inneren heraus angetrieben sind und nicht vom außen, also dem Umfeld motiviert werden. Etwas aus einem inneren Antrieb zu machen bzw. der Intuition zu folgen ist immer der bessere Weg, als blind Empfehlungen zu folgen, die dann doch nicht der eigenen Gemütslage entsprechen. Was für ein Typ bist du?


Gedankenkarussell

Wie schnell kommen wir denn so in unser Gedankenkarussell hinein? Die Schere im Kopf und fühlen, dass man angespitzt im Boden gerammt wird? Jahrtausendlange Übung. Häufig sind viele eh auf der Suche nach dem Schuldigen. Irgendeiner muss - ja immer - schuldig sein…

Empfindest du es auch so, dass so mancher Freund, Kollege, Nachbar, oder gar wir selbst auf negative Gedanken in Bezug auf andere abonniert sind? Das ist so wunderbar ablenkend von den eigenen Sorgen oder Problemen, man fühlt sich gleich besser, denn es betrifft mich nicht. Aber Achtung es müllt unseren Gedankenraum im Kopf voll.

Ein schönes Beispiel ist das „über andere herziehen“. Hier bei uns im Norden heißt das „schludern“. Klar gibt es da auch Leute, die sich eigens zum Schludern treffen. Da wird dann erstmal ordentlich über – meistens nicht-anwesende - Personen hergezogen. Es mag manchem sogar Spaß bringen. Heute sind das für mich richtige Gedankenmüllfabriken, die die Luft verpesten

Weit davon entfernt ein Unschuldslamm zu sein, ist mir irgendwann klar geworden wie verletzend das sein kann. Und man kann nichts dagegen tun. Wenn man hört wie über andere geredet wird, dann ist auch zu erwarten, dass man selbst auch mal „dran“ ist, oder? Spätestens mit der Erkenntnis kann man mal darüber nachdenken.


Die Entscheidung zum Wandel

Mit dem Wunsch mich von einigen nervigen und auch mal destruktiven Gedanken zu befreien, kam auch der Wunsch so manches Verhalten zu verändern.

Ganz ehrlich, nicht so einfach, oder? Manchmal befürchte ich, das sind lebenslange Prozesse. Aber dranbleiben ist alles. Es bedarf also immer wieder der Re-Kalibrierung, um nicht wieder hineinzufallen. Das Alte hat immer noch enorme Zugkraft, die es umzukehren gilt. Was man so mit der Muttermilch eingeimpft bekam und ständig praktiziert wird – geht nicht einfach so weg.


Was kann ich tun? Wo ist deine Aufmerksamkeit?

Wenn ich erkenne, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt, dann sollte ich mir immer mal wieder überlegen wem oder was ich meine Aufmerksamkeit schenke. Das bekommt dann meine Energie. Wenn ich also viel negativ denke, Angst habe, mich destruktiv fühle, mich schäme und gräme, einen Schuldigen suche oder ausgemacht habe, und jetzt munter auf ihn „niederhaue“, dann bin ich auf dem Weg ins schwarze Loch. So mancher fährt auch immer direkt an der Kante entlang und droht ständig zu kippen. Nicht witzig.


Bedenke bitte auch, dass dieses negative Gedankengerüst sich auf deinen Körper auswirken kann. Je niedriger du schwingst, desto mehr hast du – zusammen mit deinem Körper – zu verarbeiten.

Die niedrig schwingenden Bewusstseinsebenen sind nach D. Hawkins – Scham, Schuld, Apathie, Trauer, Angst, Verlange, Ärger, Stolz. Vergessen wir auch nicht, dass es z.B. bei Wut und Ärger nie um das geht, um was man sich ärgert. Es wird viel Tieferes in dir berührt. Das gilt es zu erkennen, zu akzeptieren, um es verändern zu können.

Wenn ich also positiv denke, immer mal dankbar bin, achtsam mit mir und meinem Umfeld, dann hast du eine Chance auf eine befreiende Wirkung und in Folge eine friedvolle Zeit.


Bewusst machen und STOPP sagen

Also wenn ich nicht schludern will und feststelle, dass ich es gerade tun will oder sogar tue, dann sage ich innerlich STOPP (das ist ein Anker, der alles umschaltet), und meistens strecke ich sogar die Hand aus, um es mir auch physisch zu verdeutlichen. Oder ich halte dann mitten im Satz auf und sage – ups, sorry nicht so wichtig…. Was auch immer.

Sind die Sorgen wirklich direkt jetzt sofort berechtigt? Wodurch wird die Angst getriggert? Sag stopp und schaue was geschieht.


Trainiere positiv zu denken

Fange an bewusst positive Gedanken und Affirmationen aufzuschreiben und dir zu sagen.

Statt, ich fahre gleich aus der Haut – ich bin gelassen und ruhig – und nehme die Herausforderung an. Alles findet seinen Weg. Das Ergebnis ist das für mich beste…..

Bei einer Freundin kommen dann so Sätze wie – „…der ist aber meinungsstabil und darf noch lernen“ oder „wenn er sich so außerhalb der pädagogischen Reichweite befindet, dann sollte er versuchen den Weg zur Weisheit nicht zu lang werden zu lassen.


Annahme und Akzeptanz

Wer mag schon so richtig aus der Haut fahren. Ich erinnere, dass mein Vater mir mal gestand, dass er Angst vor seiner Wut hatte. Was für eine Erkenntnis! Ohne ins Detail gehen zu wollen, der Arme hat manches einfach nicht akzeptieren wollen und hat viele Jahrzehnte drunter gelitten, um dann so lange auch die Angst vor der eigenen Wut zu haben.

Die Wut anzunehmen ist ein Segen, denn du erlaubst dir herauszufinden was tief dahintersteckt, gibst dem eine Stimme und kannst es akzeptieren, wandeln und auflösen, wenn du magst. Ohne Akzeptanz fällt es uns schwer mit Neuem und Veränderung umzugehen.


Hol dir Hilfe

Du brauchst Klarheit? Es gibt immer Hilfe – manchmal muss man suchen, dann finden. Nun bist du bereits auf meiner Website, warum nicht einfach anrufen oder schreiben?


herzlichst

Ina





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