Gedankenhygiene – wie du aufhörst, deinen eigenen Kopf zu vermüllen
- 18. Mai 2022
- 2 Min. Lesezeit
Gedanken sind nicht neutral
Irgendwann im Leben kommt der Moment, an dem wir erkennen: Was ich denke, beeinflusst, wie ich mich fühle – und was mir passiert. Gedanken sind Energie. Und Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Das klingt abstrakt, ist aber sehr praktisch: Wenn du dich dauernd auf das konzentrierst, was fehlt, was schiefläuft, wer schuld ist – dann bekommt genau das deine Energie. Nicht weil du es willst. Sondern weil das Gehirn immer dem folgt, worauf du es richtest. Das Gehirn denkt, du denkst immer an negatives - also ist es wohl das was du willst!
Das Gedankenkarussell – und wie du rauskommst
Kennst du das: Du denkst über etwas nach, willst eigentlich aufhören, denkst weiter, ärgerst dich darüber, denkst noch mehr. Das Gedankenkarussell dreht sich – und du kommst nicht raus.
Dazu kommt das Soziale: Gespräche, in denen über andere hergezogen wird. Es fühlt sich manchmal gut an – ablenkend, verbindend. Aber es füllt deinen Gedankenraum mit Material, das dir nicht hilft. Und was über andere gesagt wird, wird auch über dich gesagt.
Die Lösung ist simpel – aber nicht immer leicht: Bewusst machen und STOPP sagen.
Die STOPP-Technik im Alltag
Wenn ich merke, dass ich in ein Muster rutsche – urteile, grübele, mich ärgere – sage ich innerlich (manchmal auch laut): STOPP. Manchmal strecke ich dabei die Hand aus, um es körperlich zu verankern.
Dann frage ich mich: Ist das, worüber ich mir gerade Sorgen mache, wirklich gerade jetzt relevant? Meistens nicht. Und allein diese Frage hält das Karussell an.
Auf welcher Ebene schwingst du?
David R. Hawkins beschreibt in seiner Bewusstseinsskala, wie Emotionen energetisch wirken. Niedrig schwingende Zustände – Scham, Schuld, Angst, Wut – kosten enorm viel Energie. Nicht nur seelisch, auch körperlich.
Das bedeutet nicht, diese Emotionen zu unterdrücken. Im Gegenteil: Wut zu erlauben, zu spüren, was dahintersteckt – das ist heilsam. Es geht darum, dort nicht zu wohnen.
Positiv denken als tägliche Praxis
Positives Denken ist keine Schönrederei. Es ist Training. Wie jedes Training braucht es Wiederholung und Geduld – aber es wirkt.
Ein einfacher Einstieg: Jeden Morgen drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Nicht groß, nicht spektakulär. Der Kaffee. Das offene Fenster. Der ruhige Morgen. Dankbarkeit ist einer der schnellsten Wege, die eigene Schwingung zu heben.
Affirmationen helfen ebenfalls – nicht als Wunschdenken, sondern als Umformulierung. Statt "Ich fahre gleich aus der Haut" – "Ich bin ruhig. Ich nehme die Herausforderung an."
Annahme kommt vor Veränderung
Das Wichtigste dabei: Akzeptanz. Wir können nur verändern, was wir annehmen. Wer sich schämt für seine Gedanken, wer kämpft, wer verdrängt – der macht es schwerer, nicht leichter.
Gedankenhygiene beginnt mit einem einfachen Satz: "Ich sehe das. Ich nehme es an. Ich darf etwas anderes wählen."
→ Du willst an deinen Gedankenmustern arbeiten? Ich begleite dich dabei.
herzlichst
Ina





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